Der Arbeitskreis Groß-Seen-Gebiet

Das Interkulturelle Forum bietet ein Forum für in München lebende Gruppen, die selbst keine Lobby haben.

Zahlreiche Menschen aus Kongo, Burundi und Ruanda leben hier im Exil, haben ihre Angehörigen im Krieg verloren und beobachten voll ohnmächtiger Wut und Trauer die Geschehnisse in ihren Heimatländern. Die Medien hierzulande berichten jedoch nur sehr spärlich über den Krieg im Großseengebiet  Afrikas, das die Länder Kongo, Ruanda und Burundi umfasst.

Deshalb bot der Arbeitskreis Großseengebiet des Interkulturellen Forums die Möglichkeit für interessierte und betroffene Menschen, sich über dieses Gebiet gegenseitig zu informieren und auszutauschen. Außerdem bereitete der AK regelmäßig Veranstaltungen zum Großseengebiet vor, in denen die aktuelle Problematik in Kongo, Burundi und Ruanda an die Öffentlichkeit gebracht und diskutiert wurde.

Unsere Veranstaltungen zum diesem Thema waren z.B.:

15.02.1997

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17.10.1997
Zaire/Kongo: 200 Tage Kabila – was hat sich verändert?
Mit Daniel Stroux, Journalist und Afrika-Experte

15.10.1999
Kongo: 6 Jahre Massaker an Christen
Podiumsdiskussion, Kulturprogramm

2.11.1999
Informationsabend für “Geduldete” aus Kongo

April 2000 bis 9.05.2000
Ruanda – Erinnerung und Wiederbeginn
Fotoausstellung mit Bildern und Texten von Philippe Merchez

20.04.2000
Vergangenheitsbewältigung in Ruanda? 
Traumaarbeit und Menschenrechte nach dem Völkermord 
Vorträge und Diskussion mit dem ruandischen Menschenrechtler 
François-Xavier Nsanzuwera

06.05. 2000
Kongo / Ruanda / Burundi: Frauenbewegungen im Großseengebiet
Vorträge und Diskussion mit drei engagierten Vertreterinnen dieser Länder:
Alphonsine Kabagabo aus Ruanda/London, Executive for Africa Region der World Association of Girl Guides and Scouts
Dr. Marie Goretti Mirerekano aus Burundi/Brüssel, Agronomin und Mitglied der Partei zur Verteidigung der Demokratie CNDD-FDD
Adoula N’Goya aus Kongo/Brüssel, Mitglied der demokratisch gesinnten Partei CONDOR

Der Arbeitskreis Groß-Seen-Gebiet hatte sich zur Aufgabe gemacht

  • ein Forum für die Diskussion zwischen den Menschen im Exil aus Kongo, 
Burundi und Ruanda zu bieten
  • das Drama, das sich in dieser Region abspielt, durch Veranstaltungen und Publikationen öffentlich zu machen
  • die dadurch verfeindeten Gruppen in der Region zu einem Dialog zu ermuntern
  • die Verantwortlichen an den Massakern in der Region zur Rechenschaft zu zwingen
  • die Verwicklungen der internationalen Gesellschaften in diesen Konflikten im 
Groß-Seen-Gebiet aufzudecken